Naschen mit gutem Gewissen: Griesson – de Beukelaer setzen auf Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Viele Schokoladenhersteller geraten immer wieder mit unsozialen und unökologischen Produktionsmaßnahmen in die Medien, die uns Konsumenten ein schlechtes Gewissen bescheren. Griesson – de Beueklaer macht nun Schluss damit und will Verantwortung übernehmen und auf Nachhaltigkeit setzen.

Mit der zunehmenden Sensibilisierung von Konsumenten für eine soziale und nachhaltige Nahrungsmittelproduktion steigerte sich in den letzten Jahren auch das schlechte Gewissen ebendieser. Denn wer kennt diese Situation nicht: Nichtsahnend liest man einen Zeitungsartikel oder sieht eine Dokumentation über die Schokoladenproduktion, und plötzlich trifft es einen –  völlig unerwartet: Der Hersteller der Lieblingsschokolade wird in einem Satz mit Kinderarbeit und unmenschlichen Bedingungen auf Kakaoplantagen genannt. Und damit beginnt der Zwiespalt: Soll man nun auf die Lieblingsschokolade verzichten, oder doch lieber die eigenen ethischen Normen über Bord werfen?

Vorreiterrolle bei der Nachhaltigkeit von Rohstoffen

Ein Ausweg aus dieser Situation wird seit Juli 2012 denjenigen von uns geboten, deren Lieblingsprodukt aus dem Hause Griesson – de Beukelaer stammt. In einer Pressemitteilung vom 6. Juni 2012 teilte das Unternehmen mit, ab Juli 2012 alle seine Markenprodukte aus 100% UTZ-zertifizierten Kakao herzustellen. Nach eigenen Angaben ist Griessen – de Beukelaer damit der erste Lebensmittelhersteller im deutschen Süßgebäckmarkt, der für seine Markenprodukte ausschließlich nachhaltig angebauten Kakao verwendet. Laut Lars Wagener, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing, will das Unternehmen auf dieser Weise seiner sozialen und ökologischen Verantwortung nachkommen und eine Vorreiterrolle in der Branche einnehmen. „Genau diese Verantwortung erwarten unsere Konsumenten von uns. Sie möchten dies zu 100 Prozent bei ihren Lieblingsprodukten wiederfinden – jetzt und nicht in ferner Zukunft.“, so Wagener.

Betroffen von dieser neuen Verpflichtung sind unter anderem Produkte von Griesson (z.B. Soft Cake), Prinzen Rolle, DeBeukelaer sowie Tekrum-Produkte. Diese Produkte sind seit Juli 2012 mit dem UTZ-Siegel versehen.

Was ist UTZ?

Die UTZ-Zertifizierung ist eine niederländische Organisation, die auf der Basis von Verhaltensnormen (Codes of Conduct) bestimmte Produktionsstandards sichert. Sie unterstützen die Bauern, die in der Regel in Entwicklungsländern arbeiten, indem sie landwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Schulungen durchführen, um die Qualität der Produkte und die Rentabilität der Betriebe zu verbessern. Für die Kunden der Rohstoffe (Unternehmen und Endverbraucher) wird online ein Rückverfolgungsdienst angeboten, der es ermöglichen soll, die Nachhaltigkeit der Produkte über die gesamte Lieferkette hinweg zurückverfolgen zu können.

Trotz ihres Einsatzes wird die UTZ-Zertifizierung an manchen Stellen aber auch als zu lasch kritisiert. Im Gegensatz zu anderen Zertifizierungsorganisationen werden unter anderem keine Mindestlöhne für die Produzenten garantiert, was diese wieder von den Märkten abhängig macht. Auch bei Umwelt- und Arbeitsstandards reicht es für die UTZ-Zertifizierung aus, wenn nationale Gesetze und Auflagen berücksichtigt werden, welche in einigen Entwicklungsländern – milde ausgedrückt – unzureichend sind.

 Bereits vor der Entscheidung zur Verwendung von 100% nachhaltig angebautem Kakao, engagierte sich Griesson – de Beukelaer für nachhaltigen Rohstoffanbau. Seit 2010 ist das Unternehmen Mitglied des „Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl“ (Roundtable on Sustainable Palm Oil – RSPO) – einem weiteren Rohstoff, der durch seine unökologische Massen-Anbauweise immer wieder Schlagzeilen macht – und will bis 2015 100% RSPO-zertifiziertes Palmöl verwenden. Zudem finden seit 2007 ausschließlich Eier aus Boden- oder Freilandhaltung ihren Weg in die Produkte.

 

 

 

 

 

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