Lindt & Sprüngli fährt Gewinn ein

Lindt Werksverkauf in Aachen (Bild: flickr.com)

Lindt legt gute Zahlen vor (Bild: flickr.com)

2012 war für Lindt & Sprüngli ein Erfolg. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage konnte der international tätige Schokoladenhersteller einen Rekordumsatz verbuchen. Auch der Gewinn kann sich sehen lassen. Die genauen Zahlen gab Lindt & Sprüngli in Kilchberg bekannt.

2,67 Milliarden Schweizer Franken (rund 2,2 Milliarden Euro) konnte Lindt 2012 umsetzen, und damit den Umsatz von 2011 (2,49 Milliarden Schweizer Franken) noch um knapp sieben Prozent überbieten. Auch den Reingewinn konnte das Unternehmen um gut zehn Prozent auf 272 Millionen Franken steigern.

Die guten Zahlen seien laut Konzernchef Ernst Tanner weniger auf eine gesteigerte Nachfrage zurückzuführen. „Der weltweite Gesamtschokolademarkt wächst kaum noch“, so Tanner. Den Gewinn führt der Schokoladenhersteller auf eine erfolgreiche Marketing-Strategie sowie auf innovative Neueinführungen zurück. Besonders zulegen konnte Lindt & Sprüngli in Asien, Südamerika und Russland. Alle Lindt Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der spanischen und der italienischen, konnten im Vergleich zum Vorjahr bessere Zahlen vorlegen.

In Europa waren erneut Deutschland, Frankreich und England die umsatzstärksten Märkte. Aber auch im Ursprungsland des Konzerns, der Schweiz, hat Lindt & Sprüngli ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Für das kommende Jahr erwartet Lindt & Sprüngli noch bessere Zahlen. Für die Zukunft peilt der Schokoladenhersteller ein Umsatzwachstum zwischen sechs und acht Prozent und steigende Gewinnmargen an.

 

Lindt & Sprüngli: Dividende steigen, Tanners Gehalt nicht

Auch die Aktionäre profitieren von dem guten Ergebnis von Lindt & Sprüngli. Der Konzern erhöhte die Dividende um 15 Prozent. Konzernchef Ernst Tanner hat laut AWP für das Jahr 2012 eine Gesamtentschädigung von 6,9 Millionen Franken ausbezahlt bekommen. Damit sanken seine Bezüge um gut eine Millionen Franken, nachdem er 2011 rund acht Millionen Franken kassiert haben soll. Er habe aber keine Angst, dass durch die erfolgreiche Volksabstimmung für die Begrenzung von Managergehältern in der Schweiz sein Lohn weiter sinken werde. „Die wichtigen Aktionäre schätzen die Arbeit des Managements und stehen für Kontinuität ein“, so Tanner. Trotzdem verlange er nicht nach mehr. „Ich bin mit meinem Gesamtlohnpaket zufrieden“, gab er bekannt.

Trotz des guten Ergebnisses bleibt Lindt & Sprüngli damit aber hinter den Erwartungen einiger Analysten zurück. Die Nachrichtenagentur AWP hatte einen Reingewinn von 277,4 Millionen Schweizer Franken prognostiziert.

Quellen: moneycab.com , finanznachrichten.de und cash.ch

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