Schokolade verleiht Flügel: Red Bull mit Fliegerschokolade

Die neue Fliegerschokolade von Red Bull (Bild: redbull)

Die neue Fliegerschokolade von Red Bull (Bild: Red Bull)

Red Bull steigt ins Schokoladengeschäft ein. Nachdem Red Bull die Marke Fliegerschokolade übernommen hat, ist das neue Produkt in einer Testphase an OMV Tankstellen in Österreich und Deutschland erhältlich. Ganz billig ist die Wachmacherschokolade aber nicht.

Wenig überraschend ist der hohe Koffeinanteil in der Schokolade. Dieser ist sogar so hoch, dass Kinder und Schwangere die Fliegerschokolade nicht anrühren sollten. Auch der Kakaoanteil kann sich sehen lassen. Immerhin 72% kann die Zartbitterschokolade aufweisen. Weitere Inhaltsstoffe sind Kolanuss, Heidelbeeren-Extrakt, Lutein Vitamin B2 und Zink. Außerdem sind Partikel gefriergetrockneter schwarzer Ribisel in die Red Bull-Schokolade eingearbeitet.

100g kosten die stolze Summe von 6,49 Euro. Dafür kommt die Fliegerschokolade in einer schicken Aluminiumdose daher und soll handgefertigt sein. Ob und wann die Schokolade die Testphase verlässt, ist nicht bekannt. Der Verkaufserfolg während des Pilotprojekts wird vermutlich den Ausschlag geben, ob die Red Bull-Schokolade auch in den Großhandel kommt.

Geschichtsträchtige Fliegerschokolade

Die original Fliegerschokolade (Bild: Jan Wellen)

Die originale Fliegerschokolade (Bild: Jan Wellen)

Die originale Fliegerschokolade heißt eigentlich Scho-Ka-Kola. Erfunden hat sie die Firma Hildebrand, Kakao- und Schokoladenfabrik GmbH 1935. Ein Jahr später, anlässlich der olympischen Sommerspiele in Berlin, wurde die Schoko-Ka-Kola als Sportschokolade eingeführt, da sie durch das beigemischte Koffein einen Energieschub auslösen sollte. Eine Dose enthält 16 Ecken, wobei vier Ecken angeblich soviel Koffein enthalten, wie ein starker Espresso. Den Namen Fliegerschokolade erhielt Schoko-Ka-Kola dann im zweiten Weltkrieg, da sie zur Verpflegung der Luftwaffe gehörte. Auch nach dem zweiten Weltkrieg produzierte und vertrieb man die Schokolade noch. Trotz der Red Bull Fliegerschokolade existiert auch Scho-Ka-Kola weiter. Die Marke liegt derzeit in den Händen der Genuport Trade AG und wird unter anderem bei Amazon weiter vertrieben.

Nicht verwechseln!

Der Name Fliegerschokolade ist nicht nur historisch vorbelastet, sondern auch durchaus missverständlich. Fliegerschokolade ist nämlich ebenfalls eine umgangssprachliche Bezeichnung der synthetischen Droge Crystal Meth. Auch hier liegt eine direkte Verbindung zum zweiten Weltkrieg vor. Unter dem Spitznamen Panzerschokolade und eben Fliegerschokolade wurde Crystal Meth eingesetzt, um das Angstgefühl zu unterdrücken und die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Auch Hitler soll von der Panzerschokolade abhängig gewesen sein.

 

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