Ritter Sport kauft eigene Kakaoplantage in Nicaragua

Ritter Sport per Werksverkauf (Foto: flickr.com)

Ritter Sport baut nun eigenen Kakao an (Foto: flickr.com)

In Zukunft will Ritter Sport 30% des eigenen Kakaobedarfs selbst stillen. Zu diesem Zweck hat das waldenbucher Familienunternehmen nun eine große Kakaoplantage in Nicaragua gekauft. Auf dem 2000 Hektar großen Grundstück bei La Rama östlich der Hauptstadt Managua plant Ritter Sport auf 1300 Hektar Kakao anzubauen. Das Gebiet gehört damit zu den größten zusammenhängenden Anbaugebieten für Kakao auf der Welt.

Ritter Sport war bereits zuvor in Nicaragua aktiv. Die Kooperationen und Partnerschaften vor Ort werden aber trotzdem weitergeführt und gepflegt, wie eine Ritter Sport-Sprecherin am Montag mitteilte. Bereits zuvor hatte Ritter Sport einen Teil des benötigten Kakaos aus Nicaragua bekommen. Mit der neu erworbenen Plantage dürfte der Anteil des Nicaragua-Kakaos des baden-württembergischen Schokoladenherstellers weit über den bekannt gegebenen 30% liegen.

Ritter Sport betritt Neuland

Kakao selbst anzubauen ist für einen Großkonzern ungewöhnlich. Normalerweise bekommen Ritter Sport & Co ihren Kakao von Zulieferfirmen oder kaufen ihn direkt bei den Bauern vor Ort. Eine eigene Kakaoplantage bietet jedoch eine Reihe von Vorteilen, die von dem Wegfallen der Gebühren für Zwischenhändler bis zu einer besseren Kontrolle bezüglich Kinderarbeit reichen. Allgemein wolle man sich weniger abhängig von dem schwankenden Kakaoangebot machen, gab die Sprecherin weiterhin zu Protokoll.

Quelle: Handelsblatt

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