Barry Callebaut eröffnet neue Schulen an der Elfenbeinküste

Barry Callebaut betreibt Imagepflege (Bild: barry-callebaut.com)

Barry Callebaut betreibt Imagepflege (Bild: barry-callebaut.com)

Der weltweit größte Schokoladenproduzent, Barry Callebaut, will sein Image verbessern. Nun eröffnete der Schoko-Gigant zwei neue Grundschulen für Kinder an der Elfenbeinküste. Es ist nicht das erste Engagement dieser Art. Seit letztem Jahr hat das Schweizer Unternehmen über 1.000 Kindern den Besuch einer Schule ermöglicht. Insgesamt sind nun sieben Schulen an der Elfenbeinküste von dem in die Kritik geratenen Schokoproduzenten finanziert worden.

Die Schulgründungen sind Teil des „Quality Partner Program“, mit dem Barry Callebaut das Auskommen der Bauern verbessern und die nachhaltige Kakaoproduktion vorantreiben will. Die Kakaobauern sollen damit unter anderem lernen, wie Kinderarbeit unterbunden werden kann.

Der Schokoladenproduzent will das Projekt weiter unterstützen und im Verlauf der nächsten drei Jahre 300.000 US-Dollar dafür aufwenden. Es gehe bei dem Projekt um eine Kombination aus besserer Infrastruktur und einem eigenen Lehrplan, so Marina Morari, Manager Corporate Social Responsibility, Global Sourcing & Cocoa bei Barry Callebaut.

Barry Callebaut mit Imageproblemen

Barry Callebaut war in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik wegen Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit gekommen. So brachte die 2010 veröffentlichte Dokumentation „Schmutzige Schokolade“ ans Tageslicht, dass das börsendotierte Unternehmen Kinderarbeit zumindest dulde. Studien bescheinigen dem Schokoladenriesen zudem eine mangelhafte Umsetzung des Harkin-Engel-Protokolls, einem Maßnahmenkatalog, den unter anderem Barry Callebaut 2001 unterzeichnet hatte um Kinderarbeit auf Kakaoplantagen abzuschaffen und vorzubeugen.

 

Quelle: Onvista

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