Feine Schoko-Spekulatius für den Advents-Kaffee

Weihnachtliche Schoko-Spekulatius

Feine Schoko-Spekulatius für den Advents-Kaffee

Feine Schoko-Spekulatius für den Advents-Kaffee

Alle Jahre wieder… Haben wir ein schokoladiges Plätzchenrezept für euch! Dieses Jahr haben wir uns einen Klassiker vorgenommen – den Spekulatius. Und weil da eigentlich keine Schokolade reinkommt, haben wir ihn abgeändert – in einen Schoko-Spekulatius.

Während er in einigen Nachbarländern das ganze Jahr über gemampft wird, ist der Spekulatius in Deutschland noch immer ein klassisches Weihnachtsgebäck. Mittlerweile kennen wir den leckeren Keks aus Mürbeteig in unterschiedlichen Varianten: Gewürzspekulatius, Mandelspekulatius und Butterspekulatius. Beim heutigen Back- und Kochtrend war ich eigentlich zuversichtlich, dass schon jemand den Schoko-Spekulatius erfunden hatte. Doch meine Recherche war ernüchternd. Die Rezepte für Schoko-Spekulatius sind rar und haben meine Vorstellungen nicht erfüllt. Also wurde es wieder Zeit für ein neues Rezept. Das war dieses Mal aber leichter gesagt, als getan.

Der lange Weg zum Schoko-Spekulatius

Problem Nr. 1: Der Teig

Als Grundlage wollte ich auf ein bestehendes Spekulatius-Rezept zurückgreifen. Spekulatius-Kekse werden klassisch aus einem Mürbeteig gefertigt, der auch 1-2-3-Teig genannt wird. 1-2-3 beschreibt die Anteile von Zucker, Fett und Mehl, die für einen Mürbeteig vermischt werden. So viel zur Theorie. In Backbüchern und dem Internet sind zuweilen aber interessante Auslegungen des Spekulatiusteigs zu finden. Das reicht von sehr laxen Auslegungen der Verhältnisse bis zur kompletten Umkehr. Fündig geworden bin ich letztlich auf der Johann Lafer-Seite von MSN.

Problem Nr. 2: Die Model

Spekulatius-Kekse werden ursprünglich nicht ausgestochen, sondern in Modeln geformt. Die meisten Model, die es im Handel gibt, sind allerdings für Anisplätzchen gedachte und ergeben viel dickere Kekse, als es bei Spekulatius üblich ist. Spekulatius-Model habe ich dann aus Silikon gefunden. Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, dass diese stabil genug sind, um die Form auf dem Teig abzudrücken. Und das Backen in der Form braucht entweder viel Zeit und Strom, oder zahlreiche Model. Dann bin ich noch darauf gestoßen, dass viele ihre selbstgemachten Spekulatius einfach mit Ausstechformen ausstechen.  Eine moderne Variante wäre es deshalb auch, kreisrunde Kekse auszustechen und mit einem Cookie-Stempel ein Motiv einzuprägen.

Viele Möglichkeiten also und keine hat mich wirklich zufrieden gestellt. Letztlich habe ich mich für die Silikonmodel mit Krippenmotiven entschieden, weil sie optisch am ehesten meinen Vorstellungen entsprochen haben. Außerdem habe ich im genannten Lafer-Rezept von der Möglichkeit gelesen, die Kekse vor dem Backen zu stürzen. Experimente über Experimente… Aber ich habe es mal gewagt!

Zutaten und Zubereitung der Schoko-Spekulatius

Zutaten: 350g Mehl, 200g weiche Butter, 125g Rohrzucker, 1 Ei, 50g Blockschokolade, 5g gem. Zimt, 2-3g gem. Kardamom, 2-3g gem. Nelke, 1 Prise Salz, etwas Öl zum Einfetten der Model.

Wie bereits erwähnt, basiert das Rezept auf einem Teig von Johann Lafer. Allerdings habe ich kleine Veränderungen vorgenommen. Zum einen habe ich den Puderzucker durch Rohrzucker ersetzt, weil ein Spekulatius seinen charakteristischen Karamellgeschmack braucht. Wer es etwas herber mag, kann auch mit Vollrohrzucker experimentieren. Zum anderen habe ich auf eine fertige Gewürzmischung verzichtet sowie auf das Kalahari-Salz.

Zubereitung:

Für den Teig zuerst die Blockschokolade auf einer feinen Reibe reiben. Achtung mit den Fingern! Niemand will Finger oder Blut in seinen Plätzchen finden! Dann die Butter in einer Rührschüssel schaumig rühren. Den Zucker und das Ei zugeben, und alles gut unterrühren, sodass auch der Zucker beginnt seine Form zu verlieren. In eine separate Schüssel das Mehl sieben und mit den Gewürzen mischen. Anschließend die Mehlmischung zur Buttermasse geben und alles gut verrühren. Gegen Ende wird es nötig sein, den Teig zu kneten. Beim Kneten die gerieben Schokolade untermengen, bis die Schokolade gut verteilt und der Teig glatt ist. Dann den Teig in zwei Portionen teilen, in Folie verpacken und mindestens 4 Stunden kaltstellen.

Bevor es ans Plätzchenformen geht, den Ofen auf 180 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Model dünn mit Öl bestreichen. Dabei besonders darauf achten, dass das Muster auch gut eingeölt ist. Gerade an den dünnen Stellen kann es sonst passieren, dass der Teig hängen bleibt. Anschließend die eingeölten Formen dünn mit Mehl bestäuben. Die Teigportionen nacheinander aus dem Kühlschrank holen und kleine Teigmengen gut in die Model drücken. Wenn alle Formen gefüllt sind, mit einem Nudelholz leicht über das Model rollen. Dann können die Spekulatius-Rohlinge auf das Backbleck gestürzt und vorsichtig aus der Form gelöst werden.

Wenn das Blech voll ist, die Schoko-Spekulatius etwa 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Nach der Backzeit die Kekse aus dem Ofen holen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Wenn die Schoko-Spekulatius ganz ausgekühlt sind, am besten in einer Keksdose aufbewahren.

Fazit und Tipps

Trotz anfänglicher Skepsis bin ich im Nachhinein begeistert von den Silikonmodeln. Wenn der Teig gut gekühlt ist, lösen sich die Schoko-Spekulatius problemlos aus dem Model. Außerdem ist das Ausfüllen der Form auch eine tolle Art mit Kindern zu backen.

Auch das Rezept konnte überzeugen: Durch die relativ kleine Menge Schokolade, kommen die Gewürze gut zur Geltung und ein dezenter Schokoladen-Geschmack rundet den Spekulatius geschmacklich perfekt ab! Wem ein dezenter Schokoladen-Geschmack nicht genug ist, kann entweder den Schokoladenanteil im Teig erhöhen, oder die fertigen Kekse mit geschmolzener Schokolade verzieren. Im Fazit bin ich recht stolz auf meine Kreation und wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken und Naschen!

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