Was sind die typischen Inhaltsstoffe einer Schokolade?

Was für Inhaltsstoffe befinden sich typischerweise in einer Schokolade?

Was für Inhaltsstoffe befinden sich typischerweise in einer Schokolade?

Die Kontroverse mit noch andauerndem Rechtsstreit um das Piperonal in der Ritter Sport Voll Nuss-Schokolade hat bei den Konsumenten viel Unsicherheit hervorgerufen. Warum muss Aroma in die Schokolade? Kann ich der Zutatenliste auf der Schokolade noch trauen? Welche Zutaten gehören in die Schokolade und welche nicht? Tatsächlich gibt es Grundzutaten, die in jeder Schokolade stecken. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen den Schokoladensorten.

Wichtige Inhaltsstoffe der Schokolade: Woraus setzt sich der Kakaoanteil zusammen?

Grundsätzlich gilt in Bezug auf Schokolade: Je dunkler die Farbe ist, desto höher ist der Kakaoanteil. Zu den Bestandteilen, die den besagten Kakaoanteil beeinflussen, zählen Kakaobutter und Kakaomasse. Bei Zartbitterschokolade beträgt der Kakaoanteil in der Regel etwa 60 Prozent, einige Hersteller bieten für Puristen gar Schokolade mit einem exorbitant hohen Kakaoanteil von über 90 Prozent an. Vollmilchschokolade, die von den meisten Menschen nach wie vor als „normale“ Schokolade wahrgenommen wird, zeichnet sich durch einen Kakaoanteil von in der Regel 30 bis 40 Prozent aus. Eine Ausnahme ist hierbei die weiße Schokolade. Die Inhaltsstoffe dieser Schokolade kommen ohne echte Kakaomasse aus, verfügen dafür aber über umso mehr Kakaobutter. Zum Vergleich: Zartbitterschokolade kommt pro 100 Gramm Gewicht auf etwa 50 Gramm Kakaomasse und fünf bis zehn Gramm Kakaobutter. Dahingegen verfügen 100 Gramm weiße Schokolade über circa 30 Gramm Kakaobutter.

Zucker, Aromen & Co.

Um Schokolade die gewünschte Süße zu verleihen, ist eine entsprechende Menge an Zucker erforderlich. Bei 100 Gramm Vollmilchschokolade ist der Zuckeranteil mit circa 50 bis 60 Gramm sehr hoch, selbiges gilt für weiße Schokolade. Zartbitterschokolade zeichnet sich aufgrund des erhöhten Kakaogehaltes durch einen geringeren Zuckeranteil aus, er liegt bei etwa 20 bis 30 Gramm pro 100 Gramm Schokolade. Darüber hinaus setzen die Hersteller auf die Verwendung verschiedener Aromen und Emulgatoren. Die meistverwendeten sind dabei Vanillin und Bourbon-Vanille-Extrakt (als Aroma) und Lecithin (als Emulgator). Für Allergiker ist insbesondere von Belang, dass auch reine Vollmilch- und Zartbitterschokoladen sowie weiße Schokoladen Spuren von Nüssen und Weizen enthalten können, da in den Produktionsanlagen dutzende Sorten fabriziert werden.

Trendsorten und die Beeinflussung der Inhaltsstoffe der Schokolade

Schon längst stellen die bekannten Süßwarenunternehmen nicht nur besagte klassische Schokoladen her, sondern darüber hinaus eine Vielzahl an Spezialsorten. Dadurch verändert sich logischerweise auch das Bild der Inhaltsstoffe der Schokolade. Beachtenswert ist hinsichtlich dieses Umstandes der Fettgehalt. Vollmilchschokolade enthält etwa 30 Gramm Fett pro 100 Gramm. Ist sie mit Karamell gefüllt, geht der Fettanteil ein wenig zurück, gleichzeitig ist dadurch aber mehr Zucker in der Schokolade. Der Fettgehalt von Schokolade mit Nüssen kann etwas höher als der Durchschnitts-Fettgehalt liegen, dennoch sollte hierbei bedacht werden, dass der Anteil der ungesättigten Fettsäuren dadurch ansteigt und weniger gesättigte Fettsäuren enthalten sind. Des Weiteren variieren die Inhaltsstoffe von Schokolade insbesondere dann, wenn die Hersteller „Special Edition“-Schokoladen zur Weihnachts- oder Osterzeit zum Verkauf anbieten. Bei den Inhaltsangaben finden sich dann beispielsweise Keksstückchen, Reismehl, Ingwer, Honig, Kokosraspeln, Joghurtpulver und getrocknete Früchte. Wer beim Kauf Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit legt, sollte zu Bio-Schokolade greifen, bei der die Hersteller zur Verwendung von ausschließlich natürlichen Aromen verpflichtet sind.

Print Friendly, PDF & Email