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Kinder müssen richtigen Umgang mit Schokolade erst lernen

Kinder lieben Süßes in allen Varianten. Schokoladenriegel, Tafelschokolade und Schokoladenaufstriche sorgen für strahlende Kinderaugen. Den richtigen Umgang mit Schokolade müssen Kinder erst lernen. Dabei sollte sie als Element gesunder Ernährung beachtet werden.

Geht es um Schokolade und Süßigkeiten, könnten die Meinungen von Eltern und Kindern kaum unterschiedlicher sein. Während Kinder Schokolade und Co gern als Zwischensnack in den Tagesablauf einbinden, sehen Eltern darin vor allem Nachteile, die sich durch den Zuckergehalt und Fettanteil ergeben. Demnach sorgt Schokolade nicht nur für Löcher in den Zähnen, sondern macht obendrein dick und sättigt, sodass Obst und Gemüse dann keinen Platz mehr haben.

“Man muss zugeben, dass die Argumente der Eltern nicht falsch sind, denn im Wesentlichen bestehen Süßigkeiten nun einmal aus Fett und Zucker. Nährstoffe sucht man auf den meisten Nährwertangaben dagegen vergeblich. Trotzdem ergibt es keinen Sinn, den Kindern das Naschen zu verbieten. Wichtiger ist es, sie dabei geschickt zu führen, sodass sie einen gesunden Umgang von der Wiege auf lernen.”, erklärt Ida Becker von SUPERELTERN.

Mit dem Verbot wächst der Reiz

Süßigkeiten gehören schlichtweg zum Alltag der Kinder. Im Freundeskreis, aber auch in Kindergarten und Schule werden die Jungen und Mädchen zwangsläufig mit den verschiedensten Naschereien konfrontiert. Verbieten Eltern den Griff zur Schokolade, erhöht das für die Kinder lediglich den Reiz. Die Menge der Süßigkeiten, die Kinder dabei mit ruhigem Gewissen essen können, ist erheblich von dem Alter abhängig. Bevor Kinder in die Schule kommen, sollten vom eigentlichen Energiebedarf lediglich 10 Prozent pro Tag durch Schokolade, Kekse und Co gedeckt werden.

Das würde etwa 145 bis 150 Kilokalorien in der Altersklasse der 4- bis 6-Jährigen ergeben. Die maximal 150 Kalorien sind dabei schneller gedeckt als viele Eltern annehmen. So reicht hier schon ein Glas Limonade aus. Auch fünf Stück der heiß geliebten Tafelschokolade entsprechen dieser Menge. Etwa bis zu einem Alter von vier Jahren sollten Kinder übrigens nach Erklärung von Ernährungsexperten überhaupt keine Süßwaren zu sich nehmen.

Süße Leckerei zeitlich begrenzen

Fragen Eltern ihre Kinder am Morgen, was sie am liebsten essen möchten, folgen nicht selten die Schokoladen-Cornflakes oder auch der Schokoladenaufstrich. Um Kindern den richtigen Umgang mit Schokolade nahe zu legen, sollten Eltern aber darauf achten, dass der Zugang auch zeitlich begrenzt ist. So sollten Kinder nicht immer naschen dürfen. Ideal sind die süßen Leckereien dagegen als Nachtisch. Hier kann natürlich gern variiert werden. Während im Sommer ein Eis beim eigenen Kind mit Sicherheit besonders gut ankommt, darf es im Winter auch gern ein leckerer Schokoladenpudding sein.

Schokolade darf für ein Kind kein Sattmacher sein. Wenn Jungen und Mädchen nach der eigentlichen Mahlzeit noch Hunger haben, sollte in erster Linie auf Obst und Gemüse ausgewichen werden. Auch bei Ausflügen und im Urlaub sollte Süßes nur in Maßen genossen werden. Es gibt eine Reihe von guten Alternativen. So kommen meistens auch Obstriegel sehr gut bei den Kindern an. Als Knabbereien eignen sich Trockenobst und Reiswaffeln, die es für die Kleinen natürlich auch im Miniformat gibt. Es gibt eine Reihe von süßen Leckereien, die sich auch Zuhause selbst herstellen lassen. Der Vorteil ist, dass hier die Zuckermenge reduziert werden kann, aber trotzdem mit frischen Zutaten ein guter Geschmack erreicht wird.

 

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