Wie gesund ist dunkle Schokolade wirklich?

Wie gesund ist dunkle Schokolade wirklich?

Schokolade macht uns glücklich und gilt weiterhin als Dickmacher und Suchtfaktor. Über die beliebte Süßigkeit sind eine Reihe von Mythen im Umlauf. Häufig ist zu hören, dass dunkle Schokolade gesund ist und sogar vor Krebs schützen kann. Können wir nun Schokolade ohne Reue genießen? Fakt ist, es kommt auf das richtige Maß an und der Kakaoanteil spielt eine wichtige Rolle.

Gesundbrunnen Kakao

Kakao enthält Substanzen, welche eine positive Wirkung auf Herz und Gefäße besitzen. Dabei handelt es sich um sogenannte Flavanole. Diese sekundären Pflanzenstoffe können die Blutgefäße elastischer machen und gegen Bluthochdruck wirken.

Wissenschaftler haben in Studien diesen Zusammenhang hergestellt und ihre Probanden täglich 100 Gramm Schokolade essen lassen. Das Ergebnis verblüffte die Fachwelt, denn es konnte beobachtet werden, dass das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden deutlich abnahm.

Vollmilch oder Bitterschokolade?

Dunkle Schokolade enthält die meisten Flavanole. Schokoladen mit einem Kakaoanteil von 60 bis 90 Prozent sind deutlich gesünder als Milchschokolade, welche nur etwa 30 Prozent Kakaomasse enthält. In weißer Schokolade ist überhaupt kein Kakao enthalten, sondern lediglich das Fett der Kakaobohne, die Kakaobutter.

Ein gesundheitlicher Nutzen wird lediglich dunkler Schokolade mit einem Kakaoanteil von 80 Prozent und mehr zugesprochen. Der Verzehr von Milchschokolade bei Kindern sollte deutlich eingeschränkt werden. Während dunkler Schokolade kaum Zucker zugesetzt wird, ist der Süßmacher in Vollmilchschokolade reichlich vorhanden. Zucker schadet der Gesundheit in vielerlei Hinsicht. Laura Schäfer von Medmeister nennt mit Durchfall, Depressionen, Blähungen oder Schlafstörungen nur einige Auswirkungen eines erhöhten Zuckerkonsums.

Kleine Mengen – große Wirkung

Allgemein gehen Forscher nicht davon aus, dass ganze Tafeln Bitterschokolade konsumiert werden müssen, um den erhofften Effekt zu erzielen. Eine positive Wirkung auf Blutdruck und Herzgesundheit lässt sich bereits mit kleinen Mengen von zehn bis zwanzig Gramm dunkler Schokolade erzielen. Eine Rippe täglich ist laut Expertenmeinung eine angemessene Dosis und die Gefahr, zu viel Zucker und Fett zu konsumieren, wird ausgeschlossen.

In diesem Zusammenhang wird auch der mögliche Cadmium-Anteil des Kakaos diskutiert. Die Substanz steht in Verdacht, Nierenschäden hervorzurufen und krebserregend zu wirken. Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung verweist dabei besonders auf südamerikanischen Edelkakao. Ein Grund für die Cadmium-Belastung ist der Anbau auf vulkanischen Böden. Es gibt bislang keine Cadmium-Grenze bei der Herstellung von Schokolade. Wird Schokolade in Maßen genossen, bestehen keine gesundheitlichen Bedenken und dunkle Schokolade bleibt was sie ist – lecker und gesund.

Schokolade macht glücklich

Abschließend gehen wir diesem weit verbreitete Mythos nach. Es wird behauptet, dass Schokolade die Glückshormone Dopamin und Serotonin enthält, welche nach dem Verzehr ins Gehirn wandern und Glücksgefühle auslösen.

Bei Vollmilchschokolade ist jedoch vornehmlich der Zucker dafür verantwortlich, dass wir uns nach dem Verzehr besser fühlen. Wird das Gehirn mit Zucker überversorgt, löst dies einen Dopamin-Schub aus.

Dunkle Schokolade ist auch hier die bessere Wahl und kann tatsächlich glücklich machen. Im Kakaopulver sind Enzyme enthalten, welche zum Abbau der Aminosäure Tryptophan führen. Tryptophan wird im Gehirn benötigt, um Serotonin zu produzieren. Gelangt mehr Tryptophan ins Blut, erhöht sich die Serotoninproduktion im Gehirn.

Außer Frage steht, dunkle Schokolade macht schon allein aufgrund ihres Geschmacks glücklich.

 

Bild: Pixabay.com / AlexanderStein / https://pixabay.com/de/photos/schokolade-zartbitter-kaffee-968457/

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